Project

General

Profile

Abkürzungen

Die Abkürzungen, die für das Verständnis des Wikis notwendig sind, werden hier stichwortartig und kurz erläutert. Zu manchen Stichpunkten sind die entsprechenden Pendants des RZ-GSM gelistet. Die Komponenten des RZ-GSM Netzes realisieren nicht zwingend alle Funktionen, die im GSM-Standard beschrieben sind.

A-Bis

Das Übertragungsprotokoll zwischen BTS und BSC überträgt Steuer- und Signalisierungsdaten ebenso wie die Gespräche selbst. Die Sprachdaten werden über die A-Bis Schnittstelle stark komprimiert übertragen.

BSC

Base Station Controller steuern und verwalten die einzelnen BTS. Sie prüfen die Signalqualität zu den Handys und regeln dadurch das Handover. Über die BTS laufenden Gespräche leitet der BSC an die MSC. In dem RZ-GSM wird die Software OpenBSC für diese Aufgabe eingesetzt.

BTS

Base Transreceiver Station bilden die Funkzelle, in der ein GSM-Handy eingebucht ist. Sie sind zuständig für die Übertragung der Luftschnittstelle. Sie sind im üblichen Sprachgebrauch als Handy-Sendemast bekannt. Je nach Topologie können reale Funkzellen ein Gebiet im Radius zwischen wenigen hundert Meter und einigen Kilometern abdecken. Das RZ-GSM nutzt BTS der Marke NanoGSM.

Handover

Eine BTS hat nur ein begrenzten Senderadius. Um eine lückenlose Abdeckung zu garantieren, überschneiden sich die Sendegebiete der BTS. Ein Handy kann also zu einer neuen BTS wechseln, ohne die Verbindung zum Netz zu unterbrechen. Dieser Vorgang des Zellwechsels heißt Handover. Er kann dem Mobiltelefon aktiv vom BSC während dem Gespräch erteilt werden, oder im Standby selbstständig vom Mobiltelefon aus erfolgen.

HLR

das Home Location Register ist eine Datenbank innerhalb eines GSM-Netzes. Darin gespeichert ist unter anderem die Zuordnung, welcher Teilnehmer welche Telefonnummer erhält. Im RZ-GSM ist diese Datenbank von OpenBSC geführt.

IAX

Inter-Asterisk-Exchange ist ein Asterisk eigenes Protokoll, um Gespräche und Signalisierungen von einem Asterisk-Server zum nächsten zu übertragen.

IMSI

Die International Mobile Subscriber Identity ist weltweit eindeutig für jede SIM-Karte. So kann ein Nutzer identifiziert werden, auch wenn er ein anderes Handy benutzt. In OpenBSC wird die IMSI als Zugangskontrolle und Nummernvergabe genutzt.

Location Area

Eine Location Area besteht aus mehreren BTS. Wird ein Handy angerufen, muss das Netz zuerst dieses Handy finden, um einen dedizierten Sprachkanal aufzubauen. Um nicht im ganzen Netz nach dem Handy per Broadcast suchen zu müssen, findet dieser Vorgang nur innerhalb einer Location Area statt. Das bedeutet, dem Netz muss die Location Area bekannt sein, in der sich das gesuchte Handy befindet. Die Handys müssen also beim wechseln einer Location Area sich beim Netz melden und ihre neue Location Area mitteilen. Die zuletzt bekannte Location Area jedes Handys speichert OpenBSC in der Datei hlr.sqlite3

MS

Mobile Station heißt die Gerätegruppe, die sich über die Luftschnittstelle in das Netz einbucht. Handys fallen unter diese Kategorie.

MSC

Mobile Switching Center sind die Vermittlungsstellen eines GSM-Netzes. Sie routen die Gespräche zu den entsprechenden BTS oder zu den Fremdnetzen. Sie sind auch verantwortlich für ein Handover zwischen zwei BSC und stellen die Verbindung zum HLR her. Die Gesprächsvermittlung übernimmt im RZ-GSM übernimmt der Lehrstuhl-Asterisk. Weitere Analogien bestehen allerdings nicht.

SIM-Karte

Das Subscriber Identity Module ist ein kleine Chipkarte. Auf ihr sind unter anderem die IMSI zur eindeutigen Identifizierung gespeichert. Sie wird in ein Handy eingesteckt. Ohne eine SIM-Karte kann sich ein Handy nicht in ein GSM-Netz einbuchen.

SIP / VoIP

Session Initiation Protocol dient zum Aufbau, Signalisierung und zur Steuerung von Gesprächen über ein IP-Netz. Zusammen mit der Übertragung der Sprache durch einen Codec redet man von Voice over IP (VoIP).

SMS

Short Message Service ist ein Dienst innerhalb eines GSM-Netzes, der kleine Textnachrichten an die Handys verteilt. Hierfür muss kein Sprachkanal aufgebaut sein. Die Übermittlung der Nachricht an das Endgerät erfolgt automatisch.