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GSM-Dialout

Ein weitere Punkt des Masterprojektes war es, den Teilnehmern des RZ-GSM Netzes auch die Möglichkeit zu geben, in die vier Handynetze von Deutschland zu telefonieren. Die einfachste Lösung, die Telefonate über den SIP-Dialout zu realisieren, wäre zu teuer. Da die einzelnen Netzanbieter SIM-Karten mit kostengünstigen Festpreisen für ihre eigenen Netze verkaufen, lag es nahe, die Gespräche über eine GSM-Box zu leiten. Diese GSM-Box nimmt bis zu vier SIM-Karten auf, die sie simultan nutzen kann. Die Box lässt sich über SIP Ansprechen. Für jedes Handynetz in Deutschland (E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone), ist eine entsprechende SIM-Karte eingesetzt. Abgesehen von den Fixkosten ist somit jedes Handy in Deutschland kostengünstig erreichbar.

Eine Besonderheit stellt aber das Problem der Rufnummernmitnahme dar. Die Vorwahl einer Handynummer lässt keine Rückschlüsse mehr auf des Handynetz zu. Im Internet finden sich aber zwei Datenbanken, die zu jeder Rufnummer das entsprechende Handynetz auflösen. Ein Programm auf dem Lehrstuhl-Asterisk kann die Datenbanken abfragen. Das Ergebnis wird vom Asterisk genutzt, um die entsprechende SIM-Karte in der GSM-Box zu nutzen.

Die Wahlregel der Zielnetzabfrage sieht folgendermaßen aus:

[dialGSMout]
exten => _01[567].,1,Set(result=${SHELL(/usr/bin/zielnetzaufloeser/ZielnetzAufloeserClient "${EXTEN}")})
exten => _01[567].,2,Dial(SIP/${EXTEN}@${result})
exten => _01[567].,3,Hangup

Das Programm ZielnetzAufloeserClient gibt einen String als Ausgabe aus. Diesen nutzt Asterisk als SIP-Benutzer, um sich bei der GSM-Box anzumelden. Durch die unterschiedliche Benutzer wird der GSM-Box mitgeteilt, über welche SIM-Karten das Gespräch geführt werden soll.

asterisk-dialout-gsm.png (49.4 KB) Richard Zahoransky, 10/13/2010 05:33 PM